Archiv der Kategorie: Umwelt

Einweihung Sortenschilder Muster und Lernobstwiese

Im Rahmen des LVR-Projektes „Apfel der Erkenntnis – aber wer kennt DEN Apfel“ konnte die in Kooperation mit dem Arbeitskreis Obstwiesen Bergisches Städtedreieck von der Biologischen Station Mittlere Wupper betreute Muster- und Lernobstwiese an der Burger Landstraße mit Sortenschildern und Infotafeln bestückt werden.

Diese sollen nun zur Blütezeit der Obstbäume feierlich bei einem Glas Apfelsecco oder einem passenden sortenreinen Obstbrand eingeweiht werden.

  • Altersgruppe: Kinder, Jugendliche, Erwachsene
  • Termine: 4. Mai 2018, 14:00 Uhr
  • Veranstaltungsort: Muster und Lernobstwiese Burger Landstraße / Ecke Birken, Solingen
  • Kosten: keine
  • Anbieter: Arbeitskreis Obstwiesen im Bergischen Städtedreieck, Vogelsang 2, 42653 Solingen
  • Kontakt: Biologische Station Mittlere Wupper, Pia Kambergs, E-Mail: kambergs@bsmw.de, Tel.: 02 12 / 2 54 27 30
  • Anmeldung: nicht erforderlich
  • Webseite: bsmw.de/veranstaltungen2

Obstbaumschnittkurs

Obstbaumschnitt in Theorie und Praxis:
– Freitag, 23. Februar 2018, 19:30 Uhr (Theorieteil)
– Samstag, 24. Februar 2018, 14:00 Uhr (Praxisteil I: Jungbaumschnitt)
– Samstag, 03. März 2018, 14:00 Uhr (Praxisteil II: Altbaumschnitt)

Der Theorieteil findet in der Biologischen Station Mittlere Wupper, Vogelsang 2 in Solingen statt. Die Veranstaltungsorte des Praxisteils werden bei Anmeldung bekanntgegeben.

  • Altersgruppe: Jugendliche, Erwachsene
  • Termine: 23. Februar 2018, 19:30
    24. Februar 2018, 14:00 Uhr
    3. März 2018, 14:00 Uhr
  • Veranstaltungsort: Theorieteil: Biologische Station Mittlere Wupper, Vogelsang 2, Solingen
  • Kosten: 12 Euro (Praxisteil), 10 € (Theorieteil), drei Veranstaltungen im Block: 30 €
  • Anbieter: Arbeitskreis Obstwiesen im Bergischen Städtedreieck, Vogelsang 2, 42653 Solingen, RBN Solingen
  • Kontakt: Biologische Station Mittlere Wupper, Pia Kambergs, E-Mail: kambergs@bsmw.de, Tel.: 02 12 / 2 54 27 30
  • Anmeldung: Tel. 02 12 / 25427-27 oder -30 oder info@bsmw.de
  • Webseite: bsmw.de/veranstaltungen2

Obstbaumberatung im Südpark

Schwerpunktthemen der Obstbaumberatung werden der nahende Obstbaumschnitt und die Planung der kommenden Obstwiesen-Saison sein – oder Themen nach Bedarf.

  • Altersgruppe: Jugendliche, Erwachsene
  • Teilnehmerzahl: mindestens 7
  • Termine: 21. Februar 2018, 19.00 – 20.30 Uhr
  • Veranstaltungsort: Café StückGut, Alexander-Coppel-Straße 50, 42651 Solingen
  • Kosten: keine
  • Anbieter: Arbeitskreis Obstwiesen im Bergischen Städtedreieck, Vogelsang 2, 42653 Solingen
  • Kontakt: Biologische Station Mittlere Wupper, Pia Kambergs, E-Mail: kambergs@bsmw.de, Tel.: 02 12 / 2 54 27 30
  • Anmeldung: erwünscht unter info@bsmw.de
  • Webseite: bsmw.de/veranstaltungen2

Der mobile Bienenstock

Bienenhaltung in Schule oder Kindergarten? Für viele Lehrer und Eltern unvorstellbar, aber durchaus keine Seltenheit. Allein in NRW gibt es ca. 80 Schulen die Bienen halten: von der Bienen-AG über die Schulimkerei bis hin zur Schülerfirma oder Schulimkereigenossenschaft.

Der mobile Bienenstock bietet Kindern die Möglichkeit die Bienen ganz nah zu erleben, Ängte und Vorurteile abzubauen und beleuchtet die Themen Nachhaltigkeit, Ernährung und Umweltschutz.

Nach Absprache mit der Einrichtung wird ein Platz im Schulumfeld ausgesucht, auf dem dann ein kleines Bienenvolk (Ableger) von Mai bis Juli aufgestellt wird. Zu vereinbarten Terminen können die Schüler/-innen dann einen Blick in den Bienenstock werfen, um zu sehen, wie die Bienen für Nachwuchs sorgen, Vorräte anlegen und neue Waben bauen. Kurz vor oder nach den Sommerferien ziehen die Bienen dann wieder zur Imkerin zurück, um zum großen Wirtschaftsvolk heranzuwachsen.

  • Altersgruppe: Kinder, Jugendliche
  • Besonders geeignet für: KiTa, Grundschulen, Weiterführende Schulen
  • Teilnehmerzahl: 1-2 Schulen oder Kindergärten ab Mai 2018
  • Termine: Termine nach Vereinbarung
  • Veranstaltungsort: jeweilige Schule oder Kindergarten
  • Kosten: keine
  • Anbieter: Imkerverband Rheinland e.V., Im Bannen 38, 56727 Mayen
  • Kontakt: Fiona Fleßer, Obfrau für Schul- und Jugendimkerei
    Imkerverband Rheinland e.V., E-Mail: fiona_flesser@web.de, Mobil: 017- 78 77 76 75
  • Anmeldung: erforderlich bis 31. März 2018
  • Webseite: imkerverbandrheinland.de

Papierworkshop

Ob beim Malen und Basteln, beim Nase putzen oder auf der Toilette: Papier begegnet uns täglich in verschiedensten Formen. Unser Verbrauch ist enorm und immer noch werden auch Urwälder dafür abgeholzt.

Im Papierworkshop produzieren die Kinder ihr eigenes Papier und lernen dabei die Papierrohstoffe und den Papierkreislauf kennen. Jede Gruppe, die diese Bildungseinheit durchführt, erhält das Poster „Der Papierkreislauf“ als Erinnerung.

  • Altersgruppe: Kinder
  • Besonders geeignet für: KiTa, Grundschulen
  • Teilnehmerzahl: max. 30 Kinder
  • Termine: nach Vereinbarung
  • Veranstaltungsort: in der Kita oder in der Schule
  • Kosten: keine
  • Anbieter: Verbraucherzentrale NRW Umweltberatung, Werwolf 2, 42651 Solingen
  • Kontakt: Julia Ogiermann, Tel. 0212 – 22 65 76 07, E-Mail: solingen.umwelt@verbraucherzentrale.nrw
  • Anmeldung: erfoderlich
  • Webseite: verbraucherzentrale.nrw/beratungsstellen/solingen

Zu Besuch bei Fridolin im Kompostland

Im Komposthaufen von Kompostwurm Fridolin herrscht Unordnung. Die Kinder besuchen Fridolin in seinem Zuhause und erfahren, warum ein Komposthaufen sinnvoll ist, welche Abfälle auf den Komposthaufen gehören und wofür fertiger Kompost
verwendet werden kann.

  • Altersgruppe: Kinder
  • Besonders geeignet für: KiTa, Grundschulen
  • Teilnehmerzahl: max. 30 Kinder (2 x 15)
  • Termine: nach Vereinbarung
  • Veranstaltungsort: in der Kita oder in der Schule
  • Kosten: keine
  • Anbieter: Verbraucherzentrale NRW Umweltberatung, Werwolf 2, 42651 Solingen
  • Kontakt: Julia Ogiermann, Tel. 0212 – 22 65 76 07, E-Mail: solingen.umwelt@verbraucherzentrale.nrw
  • Anmeldung: erfoderlich
  • Webseite: verbraucherzentrale.nrw/beratungsstellen/solingen

Otto Robs Mission

Otto Rob, ein kleiner Roboter, kommt vom Planeten Metallo, auf dem der Müll überall herumliegt. Er hofft, dass die Kinder ihm und seinen Leuten helfen können, das Müllproblem auf Metallo zu lösen. Auf dem Weg zur Schule stellt er fest, dass auch auf der Erde Müll einfach rumliegen kann und er schließt eine ganz besondere Freundschaft.

Im Rahmen von Otto Robs Mission lernen die Kinder die verschiedenen Abfallsorten kennen und üben, diese richtig zu trennen. Aber auch die Möglichkeit, Dinge zu reparieren, wird in der Geschichte vermittelt. Stehen zwei Schulstunden zur Verfügung werden die Recyclingkreisläufe von Aluminium, Bioabfall, Glas und Papier von den Kindern zusammengestellt.

Mehr über die Abfallvermeidung erfahren sie zudem in einem Bewegungsspiel, bei dem sich „abfallarme“ und „abfallreiche“ Paare finden müssen. Zum Abschluss erhalten alle Kinder eine
Bastelvorlage für Otto Rob. Die Figur kann zum Beispiel um ein altes Marmeladenglas geklebt und gestaltet werden und als Stiftebox dienen.

  • Altersgruppe: Kinder
  • Besonders geeignet für: Grundschulen
  • Teilnehmerzahl: Max. 30 Kinder
  • Termine: nach Vereinbarung
  • Veranstaltungsort: in der Kita oder in der Schule
  • Kosten: keine
  • Anbieter: Verbraucherzentrale NRW Umweltberatung, Werwolf 2, 42651 Solingen
  • Kontakt: Julia Ogiermann, Tel. 0212 – 22 65 76 07, E-Mail: solingen.umwelt@verbraucherzentrale.nrw
  • Anmeldung: erfoderlich
  • Webseite: verbraucherzentrale.nrw/beratungsstellen/solingen

Moppels Abenteuer – Ein Abfallworkshop

Dem Kaninchen Moppel gelingt es, aus seinem Käfig zu entwischen und den Kindern in die Schule zu folgen. Auf seinem Weg dorthin findet Moppel eine Menge Müll. Diesen gilt es richtig zu entsorgen.
Im Rahmen von Moppels Geschichte lernen die Kinder die verschiedenen Abfallsorten kennen und üben, diese richtig zu trennen und zu entsorgen.

Jede Gruppe, die diese Bildungseinheit durchführt, erhält das Poster „Moppels Abenteuer“ und ein kleines Faltbüchlein mit der Geschichte von Moppel zum Ausmalen als Erinnerung.

  • Altersgruppe: Kinder
  • Besonders geeignet für: KiTa, Grundschulen
  • Teilnehmerzahl: max. 30 Kinder
  • Termine: nach Vereinbarung
  • Veranstaltungsort: in der Kita oder in der Schule
  • Kosten: keine
  • Anbieter: Verbraucherzentrale NRW Umweltberatung, Werwolf 2, 42651 Solingen
  • Kontakt: Julia Ogiermann, Tel. 0212 – 22 65 76 07, E-Mail: solingen.umwelt@verbraucherzentrale.nrw
  • Anmeldung: erfoderlich
  • Webseite: verbraucherzentrale.nrw/beratungsstellen/solingen

„Hund & Eule“-Abenteuer- und Entdecker-Tour

Die „Hund & Eule“-Abenteuer- & Entdecker-Tour bietet für Mensch & Hund ein einzigartiges Naturerlebnis. Es handelt sich dabei um ein Gruppenangebot, das auf Anfrage und zusätzlich auch regelmäßig zu bestimmten Terminen im Jahr stattfindet. Das Programm wird dabei individuell auf die jeweilige Gruppe abgestimmt. So ist es z.B. auch möglich, an der Tour mit einer größeren Teilnehmerzahl und / oder auch ganz ohne eigene Hunde teilzunehmen.

Bei dieser geführten Erlebnis-Wanderung durch die Bergische Natur gibt es für die Zwei- und Vierbeiner gemeinsame Abenteuer zu erleben und Spannendes zu entdecken (Dauer ca. 2-3 Std.).

Hier bietet sich interessierten Hundefreunden eine außergewöhnliche Gelegenheit zu einer hochwertigen Freizeitaktivität, bei der sie größere oder kleinere Herausforderungen meistern und zusätzlich in mehreren kleinen Vorträgen auf unterhaltsame Weise wissenswerte Infos über Mensch & Hund sammeln können.

  • Altersgruppe: Kinder, Jugendliche, Erwachsene
  • Besonders geeignet für: KiTa, Grundschulen, Weiterführende Schulen
  • Teilnehmerzahl: max. 8 oder Großgruppe
  • Termine: Regelmäßig an jedem 2. Samstag im Monat (bei genügend Teilnehmern). Individuelle zusätzliche Termine auf Anfrage möglich.
  • Veranstaltungsort: Hund & Eule – Schäferwagen, Glüder 4, 42659 Solingen
  • Kosten: 25 € pro Kleingruppe (max. 3 Pers + max. 1 Hund), bitte für Großgruppen Preise anfragen
  • Anbieter: Hundeservice – Hund & Eule, Bettina Siller, Körnerstraße 1, 42659 Solingen
  • Kontakt: Bettina Siller, Tel.: 0212-65009590, Mobil: 0151-58816285, E-Mail: info@hundeule.de
  • Anmeldung: erforderlich
  • Webseite: hundeule.com
Fotos: Bettina Siller

Spinntreffen

Spinnst du, dann setz dich zu uns!

Dieses Angebot richtet sich an erfahrene Spinnerinnen und Spinner. Das nächste offene Spinntreffen findet am 11. Februar 2017 ab 13:00 Uhr im Botanischen Garten Solingen statt. Treffpunkt der Teilnehmer ist im Glashaus. Eingeladen sind Handspinner und -spinnerinnen, die selbstständig spinnen können. Für Anfänger ohne Grundkenntnisse werden nach Absprache Anfängerkurse angeboten, denn bei den Spinntreffen kann keine intensive Anleitung geleistet werden.

Kalte Getränke sind im Botanischen Garten erhältlich, für Verpflegung muss selbst gesorgt werden. Die Teilnahme ist kostenlos. Über Spenden freut sich die Stiftung Botanischer Garten Solingen.

Foto: Sabine Schulz-Wolff

Waldstrolche – Waldspielgruppe für 5- bis 10-jährige

In einem Wechsel aus angeleiteten Aktionen und freiem Spiel erforschen und entdecken die Strolche die Natur. Sie erforschen den
Wald, das Wasser und die Wiesen mit all seinen Bewohnern.

  • Altersgruppe: Kinder (5-10 Jahre)
  • Teilnehmerzahl: 12
  • Termine: mittwochs von 15:30 – 17:30 Uhr. Kostenloses Schnuppern und Quereinstieg möglich.
  • Veranstaltungsort: Parkplatz auf der Kotzerterstrasse. Die Veranstaltung findet draußen statt!
  • Kosten: 165 Euro für 13 Termine
  • Anbieter: Bausmühle, Kotzerterstr. 11, 42719 Solingen
  • Kontakt: Jenny Dinnebier und Rasila Harriers, E-Mail: info@bausmuehle.de, Tel.: 0173 / 7 34 77 59
  • Anmeldung: erforderlich
  • Webseite: bausmuehle.de

 

Die Kunst des Spinnenes

Vortrag mit Vorführung über das Spinnen, Spinngeräte und Wollverarbeitung vom Schaf zum Pullover.

  • Altersgruppe: Kinder, Jugendliche, Erwachsene
  • Besonders geeignet für: Grundschulen, Weiterführende Schulen
  • Teilnehmerzahl: 15
  • Termine: Termine können individuell vereinbart werden
  • Veranstaltungsort: nach Wunsch
  • Kosten: 50,-€
  • Anbieter: Sabine Schulz-Wolff, Finkenstr.86, 42659 Solingen
  • Kontakt: Sabine Schulz-Wolff, E-Mail: Schuwo13@hotmail.com
  • Anmeldung: erforderlich
  • Webseite: motherofpearls.de
Foto: Sabine Schulz-Wolff

Werkstatt L: Lebensmittelverschwendung stoppen

Foto: Verbraucherzentrale NRW
Foto: Verbraucherzentrale NRW

Jahr für Jahr landen in Deutschland 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Wert von ca. 25 Mrd. Euro von der Lebensmittelherstellung bis zum Privathaushalt im Müll. Hinzu kommen weitere ein bis zwei Millionen Tonnen Lebensmittelverluste, die in der Landwirtschaft entstehen.

Mit jedem weggeworfenen Lebensmittel ist ein hoher Verbrauch an Energie, Wasser und anderen Rohstoffen in der Kette vom Anbau bis zum Handel verbunden. Aber auch Verbraucherinnen und Verbraucher kaufen oder kochen zu viel oder lagern Lebensmittel falsch. Im Durchschnitt wirft heute jeder Bundesbürger im Jahr ca. 80 kg Lebensmittel weg, 2/3 davon ist vermeidbarer Lebensmittelmüll. Junge Menschen gilt es frühzeitig für diese Thematik zu sensibilisieren und eine kritische Auseinandersetzung anzuregen.

Die inhaltlichen Botschaften interaktiv über die Methode Stand up vermittelt. Im Anschluss findet in Kleingruppenarbeit eine Reflexion und Ausarbeitung in Form einer persönlichen Geschichte statt, die zu einer eigenen Digitalen Story verarbeitet wird. Die Schüler/innen konzipieren ein kleines Drehbuch, formulieren eigenständig ihnen wichtig Botschaften, produzieren Fotos und/oder kleine Filme und erstellen daraus eine persönliche Filmsequenz, die in der Abschlussphase vorgestellt wird.

  • Altersgruppe: Jugendliche, Erwachsene
  • Besonders geeignet für: Weiterführende Schulen
  • Teilnehmerzahl: max. 20
  • Termine: nach Vereinbarung
  • Veranstaltungsort: in der Schule
  • Kosten: keine
  • Anbieter: Verbraucherzentrale NRW, Umweltberatung, Werwolf 2, 42651 Solingen
  • Kontakt: Julia Ogiermann, E-Mail: solingen.umwelt@verbraucherzentrale.nrw, Tel.: 02 12 / 22 65 76 07
  • Anmeldung: erforderlich
  • Webseite: verbraucherzentrale.nrw/solingen

 

BnE-Magazin: Bausmühle

Solingen, 15. August 2016. Fotos und Text: Daniela Tobias

Ferien draußen im Wald: von morgens bis abends mit anderen Kindern spielen, matschen, schnitzen, klettern, basteln. Was für die Generation der Großeltern noch völlig normal war, ist für Kinder heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr. An der Bausmühle in Solingen-Wald bietet Jenny Dinnebier ein solches Paradies auf Zeit. 20 Kinder zwischen 5 und 11 Jahren verbringen hier die letzte Woche der Sommerferien in der Natur.

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„Ganz wichtig: es gibt kein Programm!“, stellt Jenny Dinnebier klar. Am ersten Morgen scheint das noch kein Problem zu sein. Die ganze Gruppe wuselt zwischen den Bäumen umher, tobt durch den Bach. Dann fragen die ersten, wann es denn mit dem versprochenen Schnitzen losgeht. „Da werden gleich einige ganz arg mit ihrer Langeweile zu kämpfen haben“, weiß die Naturpädagogin. Ständig bekommen Kinder im Alltag Beschäftigung frei Haus geliefert, das Wochenprogramm ist durchgetaktet. Neugier und Selbst-Motivation verkümmern da bei manchen regelrecht.

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Tuana, Ronja, Pia und Chiara sind das erste Mal in der Feriengruppe dabei. Dinnebier nimmt sie mit in ihren Gemüsegarten und lässt sie probieren, was da wächst: Kapuzinerkresse, Schnittlauch, Sauerampfer. Tuana verliebt sich spontan in den Geruch des Salbeiblattes. „Das behalte ich!“  Auch betriebsame Bienenstöcke gibt es an der Bausmühle zu sehen. Die Kaulquappen im Teich sind inzwischen schon flügge geworden. Dafür entdecken andere Kinder Frösche im Bach. „Dürfen wir die in ein Glas stecken zum beobachten?“ will ein Junge wissen. „Wenn ihr ganz gut aufpasst, dass ihr sie nicht verletzt ja. Aber gerade die kleinen Frösche sind sehr empfindlich“, mahnt Dinnebier. „Wir sind hier nur zu Gast bei den Tieren, also müssen wir uns benehmen und vorsichtig sein!“

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Respekt vor der Natur wird an der Bausmühle groß geschrieben. Es darf nichts zerstört werden, kein Müll darf im Wald liegen bleiben. Und Werfen darf man nur mit dem Plastik-Ring von Hütehund Vincent. Der liebt die Kinder heiß und innig, hat von seinem Frauchen Anke aber auch klare Regeln gelernt: Kinder werden nicht angesprungen und der Ring wird brav bei demjenigen abgeliefert, der seinen Namen ruft und sich ans Hosenbein klopft. Ronja beobachtet das Spiel zunächst skeptisch, aber nach der dritten Runde traut sie sich doch nach vorne und nimmt dem schwarz-weißen Rüden das Spielzeug vorsichtig aus dem Maul. Ein Strahlen geht über ihr Gesicht, als Vincent den Ring, den sie geworfen hat sogar im Flug schnappt.

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Berührungsängste mit Matsch und Wasser darf man an der Bausmühle ebenfalls nicht haben. Ein Mädchen springt mit Anlauf in den Holzer Bach und die Gummistiefel stehen schon unter Wasser. „Für mich war immer das Größte nach dem Regen den matschigen Hang auf dem Hosenboden runter zu rutschen“, erinnert sich Samantha. Die 15-jährige, die selber mit sechs Jahren das erste Mal in den Bach gefallen ist, macht hier inzwischen ein Praktikum als Betreuerin. Sie gehört zu den Kindern mit denen vor 10 Jahren alles anfing.

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„Die erste Gruppe, die ich hier hatte war die Grundschulklasse meiner Tochter“, erzählt Jenny Dinnebier. Dann kamen Kindergeburstage hinzu und nach einer Ausbildung zur Naturpädagogin auch regelmäßige Gruppenstunden. „Dieses Jahr ist das erste, wo ich sagen würde, wir sind etabliert“, resümiert Dinnebier. Während der Schulzeit kommen montags und dienstags nachmittags Kleinkinder mit ihren Eltern, mittwochs Kinder im Grundschulalter. Vormittags kommen nach wie vor Schulklassen oder Kindergartengruppen. „An der Grundschule Westersburg sind wir fester Bestandteil des Lehrplans.“ Dinnebier geht dabei auch gerne auf konkrete Wünsche oder Themen im Lehrplan ein. „Bienen oder Kräuter kennenzulernen gehört zu den Klassikern, aber auch Teambildung spielt zunehmend eine Rolle.“

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Während bei den Schulklassen manche Kinder echte Aha-Erlebnisse haben, wenn sie das erste Mal sehen, dass Gemüse nicht im Supermarktregal wächst, sind die Ferienkinder meistens schon von Hause aus naturverbunden.  Trotzdem gibt es auf 4.000 Quadratmeter Waldgelände immer noch etwas Neues zu entdecken. Dass die Kinder ihre Umwelt selber erforschen ist für Jenny Dinnebier der entscheidende Punkt. „Zeigen allein reicht nicht, das kommt nicht an.“ Die Bausmühlen-Prüfung besteht deswegen am Ende auch nur derjenige, der dreckig vom Gelände geht.


Veranstaltungsort: Bausmühle, Kotzerter Str. 11, 42719 Solingen
Ansprechpartner: Jenny Dinnebier und Rasila Harriers
E-Mail: info@bausmuehle.de
Angebote der Bausmühle auf unserem Portal:
http://bne-solingen.de/tag/bausmuehle

BnE-Magazin: Reparatur-Café

Solingen, 24. März 2016. Fotos und Text: Daniela Tobias

Was die Mitglieder der AG „Konsum und Ernährung“ im Spätsommer 2015 als Idee sofort begeisterte, ist nur wenige Monate später in die Tat umgesetzt und zum Verein geworden: am 20. März 2016 öffnete zum ersten Mal das Reparatur-Café am Ufergarten 25 seine Pforten. Wo sonst unter der Woche der Verein „Flüchtlingshilfe Solingen e. V.“ seinen Treffpunkt hat, kamen an einem sonnigen Sonntag Nachmittag zahlreiche Menschen zusammen, die ein defektes Elektrogerät oder Fahrrad nicht einfach verloren geben wollten.

Sascha Langen (links) hofft, dass Klaus-Dieter Pahnke seine defekte Mikrowelle vor dem Elektroschrott bewahren kann.
Sascha Langen (links) hofft, dass Klaus-Dieter Pahnke seine defekte Mikrowelle vor dem Elektroschrott bewahren kann.

„Meine Mikrowelle hatte plötzlich keine Anzeige mehr und ließ sich nicht mehr einschalten“, berichtete Sascha Langen, der von seiner Mutter am Vortag den Tipp mit dem Reparatur-Café bekommen hatte. „Bevor ich sie wegschmeiße, will ich doch wissen, ob noch was zu retten ist.“ Klaus-Dieter Pahnke, erster Vorsitzender des Vereins „Reparatur-Café Solingen e. V.“ griff sofort zum Schraubenzieher und macht sich daran das Problem zu identifizieren. Der erste Verdacht des Diplom-Ingenieurs fiel auf eine ausgeleierte Feder, die die Funktion des Schalters stören könnte. „Solche Ersatzteile zu finden ist allerdings schwierig“, weiß Pahnke. Die Feder war es zwar dann doch nicht, aber auch nachdem der Schalter wieder schaltete wollte kein Strom fließen. „Also liegt irgendwo ein Kurzschluss vor?“ fragte Sascha Langen. Ein Meßgerät wanderte über den Tisch, weiter ging die Suche. Am Ende stellte sich heraus, dass eine neue Sicherung auf der Platine helfen könnte. Die wird Langen nun besorgen und beim nächsten Treffen einbauen.

Der Verein sammelt derzeit noch Werkzeuge und Maschinen auf Spendenbasis, um für alle Fälle gewappnet zu sein (Angebote an reparaturcafe.solingen@web.de). Auch interessierte Bastler sind herzlich willkommen das Team zu erweitern. „Ziel ist es, den Besitzern der Geräte zu zeigen, wie es geht. Das macht in geselliger Runde am meisten Spaß“, erklärte Klaus-Dieter Pahnke. Deswegen fehlten auch Kaffee und selbstgebackener Kuchen an diesem Nachmittag nicht.

Axel Weuffen (links) und Bernhard Erkelenz versuchen das defekte Mahlwerk von Julia Ogiermanns Kaffe-Mühle wieder in Bewegung zu bringen.
Axel Weuffen (links) und Bernhard Erkelenz versuchen das defekte Mahlwerk von Julia Ogiermanns Kaffee-Mühle wieder in Bewegung zu bringen.

Geplant ist das Reparatur-Café zunächst an jedem dritten Sonntag im Monat um 14:00 Uhr anzubieten. Sollte der Bedarf größer sein, können die Öffnunsgzeiten ausgeweitet werden. Ein weiterer Punkt, der schrittweise ausgebaut werden soll, ist die Einbindung von Flüchtlingen. An diesem Sonntag war nur Sekeriya aus Afghanistan mit seinem Fahrrad vorbeigekommen, einer Spende mit kleinen Macken, die noch „eingerenkt“ werden mussten. In seiner Heimat hatte der Jugendliche ebenfalls ein eigenes Fahrrad und freute sich nun darauf, auch in Solingen wieder unabhängig mobil zu sein.

Helmut Ruppert, zweiter Vorsitzender des Vereins und Mitglied des VCD Bergisch Land, ist passionierter Radfahrer und kennt sich mit Drahteseln bestens aus. Für ihn ist Nachhaltigkeit seit jeher ein Thema und da gehört das Radfahren ganz oben auf die Agenda, genauso wie für Jutta Hohmann-Leddin, die ebenfalls von der AG „Konsum und Ernährung“ zum Verein „Reparatur-Café Solingen“ kam. „Ich benutze mein Fahrrad als tägliches Fortbewegungsmittel. Wenn mal was kaputt geht, ist es schon hilfreich, wenn man es selbst wieder hinbekommt. Beim Händler habe ich einmal vier Wochen auf eine Reparatur gewartet“, beschreibt sie den Vorteil des Prinzips Do-it-yourself.

Jutta Hohmann-Leddin und Helmut Ruppert versuchen einem Quietschen am Hinterrad auf die Spur zu kommen.
Jutta Hohmann-Leddin und Helmut Ruppert Suchen nach der Ursache für ein Quietschen am Hinterrad.

Die Idee des Repair-Cafés stammt aus den Niederlanden. Die Bewegung versteht sich als bewusste Entscheidung gegen eine Wegwerfgesellschaft, um Ressourcen zu schonen, aber auch Kosten zu sparen. „Leider verfolgt die Industrie vielfach eine Strategie der geplanten Obsoleszenz“, erklärt Vereinsmitglied Bernhard Erkelenz. Geräte werden absichtlich so konstruiert, dass sie eine begrenzte Lebensdauer haben. Abgenutzte Komponenten lassen sich oft nicht ersetzen, so dass auch gewiefte Bastler mitunter chancenlos sind. Besonders beliebt sind deswegen Erbstücke aus Omas Zeiten, bei denen noch viel mechanisch funktionierte und die dementsprechend einfacher zu reparieren sind.

Vorbeikommen kann beim Reparatur-Café jeder, auch ohne Anmeldung. „Man muss auch nicht Vereinsmitglied sein“, erklärt Klaus-Dieter Pahnke. Derzeit gibt es etwa 20 Mitglieder, die sich regelmäßig engagieren.


Termine: 17. April, 19. Juni, 21. August, 18. September, 16. Oktober, 20. November und 18. Dezember 2016.
Veranstaltungsort: Ufergarten 25, in den Räumen der Flüchtlingshilfe Solingen e. V.
Ansprechpartner: Klaus-Dieter Pahnke, 1. Vorsitzender
E-Mail: reparaturcafe.solingen@web.de

Angebote des Reparatur Cafés Solingen e.V. auf unserem Portal:
http://bne-solingen.de/tag/reparatur-cafe-solingen-e-v